Neuerscheinungen an Büchern:
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Gabriel Bunge. Akedia, Die geistliche Lehre des Evagrios Pontikos vom Überdruß, 5., überarbeitete und erweiterte Neuauflage, 208 Seiten, ISBN 978-3-927894-19-8, Preis: ca. 19,80 Euro, (lieferbar Mitte Mai)
Das frühe Mönchtum hat eine Fülle interessanter und urwüchsiger Gestalten hervorgebracht, angefangen von Antonios dem Großen, die „Erstlingsgabe der Anachoreten“, dessen Biographie die erstaunte Welt erstmals mit dem ägyptischen Mönchtum bekannt machte. Unter diesen „Wüstenvätern“ nimmt Evagrios Pontikos (etwa 345-399), den wir uns hier zu unserem Lehrmeister gewählt haben, in mehrfacher Hinsicht eine Sonderstellung ein.
Nach über zwanzig Jahren hat ein Autor das ganz natürliche Empfinden, dass er den Text heute eigentlich anders abfassen würde. Trotzdem hat er der Versuchung einer vollständigen Neufassung widerstanden und sich auch diesmal im Wesentlichen darauf beschränkt, hier und da den Gedanken genauer zu fassen, offensichtliche Versehen zu berichtigen, die Übersetzungen der patristischen Texte den neuesten kritischen Ausgaben folgend zu korrigieren und schließlich noch ein paar zusätzliche „Perlen“ einzufügen.
Gabriel Bunge, Irdene Gefäße – Die Praxis des persönlichen Gebetes nach der Überlieferung der heiligen Väter, 4., überarbeitete und erweiterte Neuauflage, ISBN 978-3-927894-22-8, Preis: ca. 19,80 Euro, (lieferbar Mitte Mai)
In kirchlichen Kreisen hört man heute oft die Klage, „der Glaube verdunste“. Trotz eines nie dagewesenen „pastoralen Einsatzes“ scheint der Glaube in der Tat bei vielen Christen zu „erkalten“ oder eben, salopp ausgedrückt, zu „verdunsten“. Es ist die Rede von einer großen Glaubenskrise, des Klerus nicht weniger als der Laien.
Die erste Auflage dieses Büchleins ist im Jahre 1996 erschienen. Seither sind ihr Übersetzungen in (soweit dem Autor bekannt) zehn Sprachen gefolgt. Mit einem solchen Zuspruch nicht nur im lateinisch geprägten Westen, sondern namentlich auch im Osten orthodoxer Tradition hatte der Autor nie gerechnet. Er wertet ihn weniger als einen persönlichen Erfolg denn als ein Zeichen dafür, dass die hier angesprochenen Fragen auch anderen am Herzen liegen.
Nach einer Weile verspürt jeder Autor das Bedürfnis, seine Gedanken anders, jedenfalls noch genauer zu fassen. Er hat daher die Gelegenheit dieser Neuauflage in anderem Gewand genutzt, um den Text gründlich durchzuarbeiten, Fehler jeder Art auszumerzen und einige besonders schöne Texte neu hinzuzufügen.
Ernst Christoph Suttner, Die Siebenbürger Kirchenunion an der Wende zum 18. Jahrhundert, 53 Seiten, ISBN 978-3-927894-46-4, 12,- Euro (lieferbar bis Mitte März)
„Im 15. Jahrhundert hatte Kaiser Johannes VIII. von Konstantinopel die Einheit mit den Lateinern gesucht, weil sein Staat allein der Bedrohung durch die Türken nicht mehr standhalten konnte. Zum Schutz der religiösen und politischen Freiheit seines Volkes brauchte er Hilfe. Darum erlaubte er die Suche nach Einigung mit den lateinischen Christen und ermöglichte den Zusammentritt des Konzils von Ferrara/Florenz. Gegen Ende des 16. und zur Mitte des 17. Jahrhunderts brauchten drei „griechische“ Kirchen ebenso Hilfe. In ihrem Fall ging es um die Verteidigung ihrer geistlichen Tradition gegen die Einflüsse von Renaissance und Reformation. Auch sie strebten nach Einigung mit den Lateinern, weil sich auf und nach dem Konzil von Trient gezeigt hatte, dass diese sich gegen die kulturellen und religiösen Strömungen der damaligen neuen Zeit zu behaupten wussten. So wandten sich in den 80er Jahren des 16. Jahrhunderts die Metropolie der Moldau und in den 90er Jahren desselben Jahrhunderts die Bischöfe der Metropolie von Kiev mit Unionsansuchen an Rom, und die Kirche von Mukaˇcevo erstrebte gegen Mitte des 17. Jahrhunderts Unterstützung durch die Staatskirche Österreichs. In Eigeninitiative begannen diese drei Kirchen Unionsverhandlungen mit den Lateinern.
Auch die Kirche der Siebenbürger Rumänen war im 17. Jahrhundert in Bedrängnis und bedurfte der Hilfe. Doch in ihrem Fall verlief die Angelegenheit anders. Eine Initiative zu Unionsberatungen mit der römischen Kirche wurde an sie herangetragen. Denn sofort nachdem Siebenbürgen österreichisch geworden war, setzte dort von Österreich ausgehend wegen teils geistlicher, teils sozial- und staatspolitischer Motive ein intensives Bemühen um eine Union der rumänischen Kirche mit der Staatskirche Österreichs ein, und alsbald wurde dort auch durch Kreise, die den Österreichern nicht gewogen waren, ein entschlossener Widerstand dagegen provoziert.“
Ernst Christoph Suttner , Theodor Romza Bischof von Mukacevo und Märtyrer, 66 Seiten, ISBN 978-3-927894-45-7, 12,00 Euro.
Theodor Romza, der 1944, in schwerer Zeit, Bischof seiner Heimatdiözese Mukacevo wurde, war 1911 geboren worden. Seine Heimat Podkarpatien war damals österreich-ungarisch gewesen. Als er 1930 ins Priesterseminar eintrat und 1936 zum Priester geweiht wurde, gehörte seine Heimat zur Tschechoslowakei. Als er 1944 Bischof wurde, gehörte das gesamte Podkarpatien zu Ungarn. Als ihn die Kommunisten 1947 ermordeten, war das Land der Sowjetunion angeschlossen. Als ihn Papst Johannes Paul II. während seiner Reise in die Ukraine selig sprach, war es Teil Republik Ukraine. Der häufige Wandel der Lebensumstände, dem das Land und seine Kirche in Theodor Romzas Tagen wegen des mehrfachen, schnellen Wechsels ausgestzt waren, erklärt, warum es schwierig ist, die Umstände im Leben und Wirken dieses Bischof und die Verhältnisse bei den Seinen für Menschen aus anderen Ländern verständlich zu machen
M A T T Â A L - M A S K Î N, Die Erfahrung Gottes im Leben des Gebets. Nach der französischen Übersetzung des arabischen Originals (Spiritualité Orientale Nr. 71, Abbaye de Bellefontaine 1997), übersetzt von Magdalena Meyer-Dettum. 370 Seiten, gebunden, 2007 Würzburg, ISBN 978-3927894-44-0, 29,80 Euro.
Die Welt dürstet nach Zeugnissen eines lebendigen Glaubens an Jesus Christus und dies nicht nur, um etwas von ihm zu hören, sondern vor allem, um von diesen Glaubenszeugnissen zu leben. Zwar gibt es zahllose Bücher und Lehrende, die von Christus sprechen; doch wie selten sind die Menschen des Gebets, die mit Christus leben und mit Christus sprechen!
Doch unser Glaube an Christus wird ohne Kraft bleiben, solange wir dem Herrn nicht im tiefsten Inneren unserer selbst von Angesicht zu Angesicht persönlich begegnet sind; wir brauchen dabei Geduld, Ausdauer und Mut, die uns erlauben, die gewaltige Demütigung zu ertragen, unsere Seelen im Lichte seiner Augen nackt zu sehen; nur dann werden wir mit einer besonderen Erfahrung bereichert daraus hervorgehen, mit einer Erneuerung unserer Seelen und mit einer wirklichen Kenntnis der Heiligkeit Christi und seiner Güte.
Desiree M. D. Krikhaar, Joost Heutink, Bilder des Lichts – Ikonen, 228 Seiten, 224 farbige Ikonenabbildungen. ISBN 978-3-927894-43-3, 29,80 Euro.
Um eine Ikonensammlung aus Privat-besitz für die Zukunft sicherzustellen und sie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, ist vor einigen Jahren in den Niederlanden die Alexander-Stiftung für russisch-orthodoxe Kunst gegründet worden. Die Alexander-Stiftung hat sich die Förderung der Kenntnis der russisch-or-thodoxen Kunst und der Liebe zu ihr, insbesondere durch russische Ikonen, zum Ziel gesetzt. Als die Alexander-Stiftung 2004 erstmals mit einer Ausstellung an die Öffentlichkeit trat und hiermit ein Teil der Sammlung erstmals gezeigt wurde, stellten die vielen positiven Reaktionen einen Anlass dar, um nach einer dauerhaften Bleibe für die Ikonen zu suchen. So entstand der Gedanke, die Sammlung in einem Muse-um unterzubringen. Die Gelegenheit zur Gründung eines Ikonenmuseums tat sich auf, als in der Innenstadt von Kampen ein größeres Bauwerk nach Durchführung weitreichender Restaurierungsmaßnahmen bezogen werden konnte. Die Ikonen hängen nach thematischer Einteilung in zehn Ausstellungsräumen.Das Buch „Bilder des Lichts – Ikonen“ vermittelt einen Eindruck von der Ikonensammlung und folgt der thematischen Gliederung des Museums: Ikonen von Christus, Engeln, Festtagen, Propheten, Heiligen und der Gottesmutter.
Johannes Oeldemann. Die Wiederentdeckung der Communio, 104 S., 17 Schwarz-weiß-Fotos, 19 x 11 cm, broschiert. ISBN 978-3-927894-41-9, 9,80 €.
Am 7. Dezember 2005 kam es in München zu einer in Deutschland bislang einmaligen ökumenischen Begegnung: Aus Anlass des 40. Jahrestags der Tilgung der Bannsprüche von 1054 aus dem Gedächtnis der Kirche trafen sich alle in Deutschland residierenden orthodoxen Ortsbischöfe mit führenden Repräsentanten der katholischen Kirche in Deutschland, um die Bedeutung dieses symbolischen Aktes zu würdigen, der am 7. Dezember 1965 zeitgleich im Petersdom zu Rom und in der Georgskathedrale des Ökumenischen Patriarchats vollzogen worden war.
Georg Wunderle, Zur Psychologie des hesychastischen Gebets, mit einer Einleitung von Altabt Emmanuel Jungclaussen, 1. Neuauflage 2007, 89 Seiten. ISBN 978-3-927894-42-7, 12,80 Euro.
Verkündigung im Bild: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“ Was man gesehen hat wirkt stärker als was man gehört oder gelesen hat. Unsere Kultur wird von einer Kultur des Hörens zu einer Kultur des Bildes. Die immer wichtigere Rolle des Fernsehens in unserem Leben spielt dabei sicher mit. So sind Ikonen auch Mode geworden. Sie erzählen in Bild und Farbe über Hauptmomente der Anwesenheit Gottes im Leben der Menschen, im Leben Jesu. Bilder von Weihnachten und Ostern kann man sich sozusagen mit geschlossenen Augen vorstellen; man kann sie sehen und der ganze Film läuft ab, auch wenn man nicht lesen oder schreiben kann.Das Faszinierende an Ikonen ist die Tatsache, dass sie verkünden, aber doch mehr als Worte Raum zur eigenen Interpretation lassen. Ohne vorher Informationen zu sammeln, schaut man einfach, was die Ikone selbst erzählt. In zweiter Linie kann man in der heiligen Schrift und in den liturgischen Texten nachschlagen, um tiefer einzudringen in die Bedeutung des Dargestellten und in die Theologie.